Glückliches Paar

jeder von uns wünscht sich in Liebe zu leben und Liebe zu bekommen. Wenn wir dran denken, woher wir herkommen, können wir sagen, wir wurden aus Liebe geboren und sind in Liebe aufgewachsen; von einer liebenden Mutter und einem liebenden Vater umsorgt. Dann sind wir erwachsen geworden und deshalb ist es jetzt Zeit, diese Liebe weiter zu entwickeln. Wir haben Elternliebe erlebt, Geschwisterliebe, Freundschaften, Kameradschaft, Liebe zu vielen Dingen und zur Natur.

Denken wir an den Beginn unserer Beziehung, so stellten wir uns vor, jede Minute miteinander zu verbringen, für immer und ewig einander treu sein und immer miteinander bleiben.

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Was macht eine Beziehung aus:

Liebe ist das Fundament einer jeden glücklichen Beziehung. Jeder wünscht sich, dass die Beziehung von Liebe getragen wird. Worin besteht dann das Geheimnis, dass die Liebe in unserer Beziehung lebendig bleibt und wächst, ohne zu erlöschen?

glückliche Beziehung – romantisch

Wie wir alle erfahren haben, existiert Liebe nicht außerhalb von uns wie etwa ein Berg oder ein Fluss. Das Potential für Liebe ist in uns selbst. In uns liegt auch die Sehnsucht, dieses Liebespotential zu entwickeln und mehr Liebe in allen Bereichen unseres Lebens zu erfahren. Die Liebe ist das Ergebnis eines Wachstumsprozesses hin zu einem liebenden Menschen.

Dieser entscheidende Punkt kann nicht hoch genug bewertet werden: die Frage nämlich, wie weit hat der Einzelne seine Liebesfähigkeit entwickelt? Wir sprechen hier von der Entwicklung hin zu einer reifen Persönlichkeit und dem Bewusstsein, dass dies auch das gesamte Leben hin geschehen sollte (entsprechen dem Slogan: „Lebenslanges Lernen“). Dieses Wachsen bezieht sich eben nicht nur auf den Beruf, sondern auf die Entfaltung zu einer liebenden, reifen Persönlichkeit. Es ist ein aktiver Prozess, der hohe Aufmerksamkeit erfordert (Persönlichkeitsentfaltung). Seine Früchte sind: ich wachse (im Gegensatz zum Stillstand: „Ich bin eben so“), Flexibilität, glücklich sein, Freude haben, Zufriedenheit usw.

Persönlichkeitentfaltung

Sich zu entwickeln und sich zu entfalten liegt in unsere Veranlagung. An mir selbst liegt es nun durch bewusste Anstrengung, diese Veranlagung mit Leben zu füllen. Es bedeutet verantwortlich in allen Lebensbereichen zu werden. Weiterhin sein Ziel zu definieren und damit seine Vision zu entwickeln und Werte in seinem Leben zu verwirklichen. Dazu gehören zum Beispiel Treue, Aufrichtigkeit, Geduld, Verständnis, Akzeptanz und verzeihen lernen. Mit dieser Arbeit an seinem Charakter lernt man seine Stärken und Schwächen kennen.

Man ist gewohnt, Herausforderungen in der Partnerschaft anzunehmen und Lösungen zu entwickeln. Dieser Reifungsprozess stellt die beste Voraussetzung für eine glückliche Beziehung dar. Die Erwartungen an mich selbst und an das „Du“ gleichen sich mit der Zeit der Wirklichkeit an und gemeinsame Ziele werden schneller erreicht.

glückliche Beziehung – gemeinsame Ziele


was ist wichtig in einer Beziehung ?

Die Partnerschaft bringt eine ungeheure Chance für die Entfaltung dieser Liebesfähigkeit. In diesem idealen Rahmen der Beziehung kann sie wachsen und reifen. Was immer man auch in seinem Leben bisher in Punkto Liebe erlebt und erfahren hat, in der Beziehung zueinander wird man mit seinem ganzen Wesen konfrontiert.

So ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten, seine Grenzen zu erweitern und sich zu entwickeln. Ohne gemeinsames Wachstum kommt die Beziehung zum Stillstand und über kurz oder lang stirbt die Liebe ab.

Jetzt und hier bietet uns die Beziehung die große Möglichkeit, tatsächlich reif zu werden und eine wahre Liebe zu entfalten. Das bedeutet seine Masken abnehmen, seine Rollenspiele aufgeben, den Schein ablegen. Das ist möglich im gegenseitigen Vertrauen und Vertraut sein und damit echt werden.

In einer glücklichen Beziehung sind wir aufgefordert, uns ganz auf das „Du“ einzulassen und mich selbst zu geben. Gemeinsam beschreiten wir den Weg, um das zu werden was wir eigentlich sind, ein Wesen der Liebe, aus Liebe entstanden um zu wahrer Liebe zu reifen.


Die Wellenbewegung der Liebe

Wir alle kennen dieses Gefühl des Verliebt seins. Alles ist wunderbar, wunderschön, einmalig, usw. Man schwebt auf Wolke 7, „over the rainbow“, und sieht alles durch die rosarote Brille des Verliebt seins. Man ist beherrscht von Gefühlen und Vorstellungen wie: du bist großartig, einmalig, witzig, anregend und sexy.

Die Freude nach kurzem Auseinandersein einander wieder zu sehen ist überwältigend. Ohne „Dich“ kann man nicht mehr leben, es fehlt die Luft zum Atmen. Man möchte immer zusammen sein. Dieses Glück kann sich nie ändern, es wird niemals zu Ende sein, man kann sich nicht vorstellen dich nicht mehr zu lieben und du bist meine vollkommene Ergänzung. Mühelos gehen wir jeden Weg, wir entdecken ganz neue Gefühle und das Eins sein. Große Pläne werden geschmiedet. Das Leben hat einen ganz neuen Sinn.

Doch wir alle wissen, diese Zeit des Verliebt seins ist bestimmt wichtig und notwendig, aber sie geht vorbei. Es ist wie der Frühling der dem Sommer weicht.

Man bemerken, dass der Partner nicht ganz so vollkommen ist wie man es sich vorgestellt hat, auch meine eigenen Schwächen machen sich bemerkbar. Manches Verhalten des Partners reizt einen, manch eine seiner Eigenheiten nervt mich. Die Luft ist spannungsgeladen. Es ist nicht mehr so wie ganz am Anfang. Es ist die Zeit gekommen, an unserer Beziehung zu arbeiten.

Jetzt müssen wir lernen, die Bedürfnisse unseres Partners zu pflegen, aber auch meine eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte nicht zu vergessen

Ehrliche, offene Gespräche und mehr Verantwortung für einander zu übernehmen, das ist jetzt die Herausforderung. Schaffen wir das gemeinsam,  wird die Liebe gefestigt und gestärkt. Auf diesem Weg wachsen wir miteinander und erleben eine tiefere Liebe. Für die erhaltene Unterstützung empfinden wir Dankbarkeit, trotz unserer Unvollkommenheit. Wir haben uns neu angenommen und große Freude erfüllt uns. Unsere glückliche Beziehung hat eine höhere Ebene erreicht.

Verantwortung für uns selbst übernehmen

Mit dieser tieferen Einsicht in unser Verhältnis zueinander nähert sich unser Bild vom Gegenüber immer mehr seiner/ihrer Realität an. Ja, es ist schmerzlich, sich mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten konfrontiert zu sehen und somit auch die Schattenseiten des geliebten Partners zu erleben. Als ein Resultat sollte jetzt eine Phase der Reflektion beginnen, damit aufkommende Zweifel und Enttäuschungen rechtzeitig bewältigt werden können. Sonst gewinnen sie an Boden und gefährden unsere Liebe.

In solchen Zeiten erkennen wir die Grenzen unserer Liebesfähigkeit. So, wie wir es uns am Anfang vorgestellt haben mit bedingungsloser Liebe usw. ist es also nicht. Jetzt ist es notwendig sich aktiv für unsere Liebe, unsere Liebesbeziehung, unseren Partner, zu entscheiden, ja dafür zu kämpfen. Wenn wir das nicht tun, wird die Beziehung mehr und mehr Konflikt beladen, droht langweilig zu werden und früher oder später in einer Trennung zu enden.

glückliche Beziehung – Kräftemessen?

Nun kommt es darauf an, die Verantwortung zu übernehmen: in anderen Worten die Herausforderung und den scheinbar unüberwindlichen Problemberg unserer Enttäuschung anzunehmen und an der Lösung zu arbeiten. Jammern und Selbstmitleid verfestigen und verschlimmern diesen Zustand nur. Das gleiche gilt, wenn ich meinen Partner für mein Glück oder Unglück verantwortlich mache oder versuche ihn zu ändern. Mit Anklage, Beschuldigung, Drohung und Rückzug schiebe ich dem Anderen die Schuld zu. Auch das ist keine Lösung.

Es ist jetzt die Zeit meine eigene Einstellung, meine Erwartung, meine Vorstellung zu überdenken.

Pack‘ den „Stier“ bei den Hörnern und bändige ihn.

Ich kann nicht erwarten, dass mein Partner alle meine Wünsche kennt, alle meine Gefühle erahnt, deshalb ich muss lernen, meine Wünsche direkt auszusprechen. Folgerichtig
entdecke ich dann im gegenseitigen respektvollen Gespräch, dass auch mein Gegenüber solche oder ähnliche Gefühle wie Enttäuschung, Ärger, Trauer oder Angst hat.

Durch den ehrlichen Austausch, durch geduldiges Zuhören und Verständnis lernen wir, uns gegenseitig so anzunehmen wie wir sind, ohne den anderen ändern zu wollen.

In einer solch frostigen Situation darf man nicht vergessen, mit sich selbst liebevoll umzugehen. Es heißt nicht umsonst: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Wenn ich mit meinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen reif und liebevoll umgehe, verwirkliche ich schließlich Selbstachtung, Zufriedenheit  Selbstvertrauen und innere Freiheit. Ich kann diese Harmonie auf meinen Partner übertragen, indem ich zu ihm zum Beispiel wohlwollend, aufrichtig, gerecht, hilfsbereit, tolerant und aufgeschlossen bin.

So erweitern wir unsere Liebesfähigkeit und erreichen eine neue Stufe der Zweisamkeit. Mit jeder bewältigten Herausforderung werden wir uns daher sicherer, dass mein Partner der richtige für mich ist. Es lohnt sich, diesen oft einsamen und schweren Weg zu gehen. Mit Liebe und durch Annehmen, Verstehen und Toleranz wachsen wir zusammen, können wir ein Paar werden.

Gemeinsamkeiten aufbauen

Das Wesen der Liebe umfasst die verschiedensten Lebensbereiche und somit auch die Frage: „Wohin gehen wir?“ Haben wir gemeinsame Ziele und Vision entwickelt?

Der starke Trend zur Individualisierung in der Gesellschaft kann unsere Beziehung bis zur Trennung zerstören. Das „Ich und meine Bedürfnisse“ stehen da im Vordergrund. Deshalb
verleitet uns dieser Trend dazu, meine Wünsche und Ziele als die wichtigsten zu betrachten.

Doch wo bleibt dann der Wunsch des Partners? 

Auf ein gemeinsames Ziel hin zu leben ist eine starke Basis für das Entstehen eines dauerhaften Wir-Gefühls. Gemeinsam bedeutet daher nicht auf Kosten des anderen; deshalb ist konstruktiver Austausch so wichtig. 

glückliche Beziehung – WIR

Die so entstandene Verbundenheit, Vertrautheit und Intimität sind die Früchte solcher Beziehungen. Mir liegt das Wohl des anderen am Herzen. Ich tue Dinge den anderen zu beschützen, ohne in seine Eigenverantwortung und Würde einzugreifen.

Zu Anfang und im Verlauf jeder Beziehung geschehen die Dinge nicht einfach so, sondern wir gestalten sie, wir verursachen sie. Es ist unser Ziel, verantwortungsvoll und reif mit einander umzugehen. Das lässt unsere Liebe zueinander aufblühen, doch, wie mit einer Blume im Garten, ist ständige Pflege erforderlich.

Fachliche Unterstützung

Wenn es für Sie hilfreich ist, in eine Krisensituation mit einer erfahrenen Person direkt zu sprechen, dann finden Sie hier bestimmt einen für Sie passenden Ansprechpartner:

www.paartherapeuth-finden.de 

www.erlebte-paarberatung.de 

www.seminare4you.de    

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit dem „Shimjung“ Institut erstellt.

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